Roquefort mit Birne, salziges Karamell, Braten mit Schokoladensauce: Was einmal gewagt klang, steht heute auf jeder zweiten Karte. Ein süßer Dessertwein zu einem salzigen, würzigen Happen ist dagegen immer noch eine kleine Überraschung. Den Tipp verdanken wir Christian Lohse, Berliner Sternekoch, früher Chef de cuisine im Fischers Fritz und Stammkunde bei uns. Er hat uns dieses Rezept verraten, und wir haben es noch am selben Abend ausprobiert: Bruschetta mit Sardine, Knoblauch und Koriander, dazu ein Jurançon moelleux vom Clos Lapeyre, gut gekühlt. Mehr über den rosa Knoblauch und den Hof von Sébastien Marty steht in unserem Porträt der Lautrecoise.
Apéro · nach Christian Lohse
Knoblauch-Sardinen-Bruschetta
Sechs Zutaten und keine Viertelstunde: knusprig, salzig, würzig, und dazu der süße Wein als Gegenspieler. Ein Amuse-Bouche für den Sommerabend auf dem Balkon.
Zutaten
Für 4 Personen zum Apéro
Zubereitung
1
Das Brot rösten, im Toaster, in der Pfanne oder unter dem Grill, bis es außen richtig kross ist und innen noch weich.
2
Die Knoblauchzehe halbieren und die heißen Brotscheiben mit der Schnittfläche kräftig einreiben.
3
Die Sardinen aus der Dose auf das Brot legen und mit der Gabel grob zerdrücken.
4
Etwas Olivenöl darüber, Pfeffer aus der Mühle, dann die gezupften Korianderblätter. Sofort servieren, dazu den gut gekühlten Süßwein.
Tipp
Der Witz liegt im Kontrast: Die Sardine bringt Salz und Öl, der Wein Süße und Säure. Wer Koriander nicht mag, nimmt glatte Petersilie. Und je besser das Brot, desto besser die Bruschetta; ein Baguette vom Vortag, dünn geschnitten, funktioniert genauso.